Die Zunahme antisemitischer Vorfälle in ganz Europa hat durch die jüngste Migration aus überwiegend muslimischen Ländern eine neue Dimension erreicht. In der öffentlichen Debatte und in den Medien ist die Rolle von Imamen und praktizierenden Muslimen wiederholt in den Fokus gerückt. Dieses Buch untersucht die theologischen und historischen Grundlagen der jüdisch-muslimischen Beziehungen und beleuchtet die durch islamistisches Gedankengut geprägten Einstellungen gegenüber dem Judentum, den Juden und dem Staat Israel. Am Beispiel Österreichs präsentiert es qualitative Interviews mit 33 Imamen und 64 Moscheebesuchern, deren Aussagen gemäß der Arbeitsdefinition von Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) analysiert werden.
